In Deutschland sind etwa 9 Millionen Menschen in den Wechseljahren

JA!Ich bin Wech­sel­jah­re­be­ra­ter­in!

Ich habe in den letz­ten Mona­ten fest­ge­stellt, dass ich mich schwer damit tue, mei­ne Home­page um mei­ne neue Spe­zi­fi­ka­ti­on zu ergän­zen. Denn, ich habe mich zur Wech­sel­jah­re­be­ra­ter­in aus­bil­den las­sen.

Klingt das nicht alt­ba­cken?

Ist es das ange­staub­te Image von Wech­sel­jah­ren, dass mich so zögern ließ? Das Gefühl, dass es etwas ist, dass mit dem Ver­lust von Weib­lich­keit und Lebens­freu­de ein­her­geht? Etwas, wo hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand oder eher im alter­na­ti­ven Bereich drü­ber gespro­chen wird, mit Räu­cher­stäb­chen und medi­ta­ti­ver Musik im Hin­ter­grund?

Hm… das wäre dann defi­ni­tiv nicht meins. Ich bin offen! Ich bin grad­li­nig! Ich spre­che die Din­ge an! Und ich feie­re die Stär­ke jeder Frau, die die hor­mo­nel­len Her­aus­for­de­run­gen des weib­li­chen Kör­pers ein Leben lang meis­tert. Trotz­dem habe ich Sor­ge, dass die­se Wei­ter­bil­dung viel­leicht jün­ge­re Frau­en abhält, mich als geeig­ne­ten Coach aus­zu­wäh­len. Viel­leicht wer­de ich in eine ver­staub­te Schub­la­de gesteckt. Und was ist mit den Män­nern? Schreckt sie die­se Wei­ter­bil­dung ab?

War­um habe ich die Aus­bil­dung gemacht?

Ich habe fest­ge­stellt, dass mich vie­le Kli­en­tin­nen in der Lebens­mit­te auf­su­chen mit Fra­gen nach dem Sinn ihres Lebens. Sie beschäf­ti­gen sich mit den Fra­gen: „Was will ich eigent­lich? Was sind mei­ne Bedürf­nis­se? Wie fin­de ich mei­nen Lebens­mit­tel­punkt wie­der, jetzt, wo die Kin­der aus dem Haus sind? Soll das schon alles gewe­sen sein?“. Oft­mals fal­len die­se The­men mit den Wech­sel­jah­ren zusam­men. Hor­mo­nell erfolgt ein Wech­sel dahin­ge­hend, dass der weib­li­che Kör­per nicht mehr für eine Schwan­ger­schaft bereit­steht. Die­se Pha­se ist abge­schlos­sen. Was auf der einen Sei­te schmerz­lich sein kann, birgt auf der ande­ren Sei­te aber wie­der neue Per­spek­ti­ven für die eige­nen Bedürf­nis­se und auch für neue Her­aus­for­de­run­gen. Und hier­bei möch­te ich unter­stüt­zen!

Mir geht spon­tan eine Früh­stücks­run­de bei einer Freun­din durch den Kopf. Eine Frau in den Wech­sel­jah­ren erzähl­te, dass sie tags­über immer wie­der völ­lig erschöpft sei und sich gele­gent­lich dann ein­fach kurz aufs Sofa legen wür­de. Sobald sie aber hören wür­de, dass jemand aus der Fami­lie ins Wohn­zim­mer kommt, springt sie auf, damit sie nicht beim Nichts­tun „erwischt“ wird.

Mich hat die­se Aus­sa­ge berührt und trau­rig gemacht.

Ich fin­de es so wich­tig, dass sich die Ein­stel­lung zu den Wech­sel­jah­ren ändert. Ja, man hat mit Müdig­keit und Hit­ze­wel­len zu kämp­fen! Ja, man ist oft nicht mehr so belast­bar, wie vor­her! Ja, man wird ver­gess­li­cher! Ja, man nimmt zu, ohne es zu wol­len! Ja, man ist gefühls­mä­ßig schwan­kend unter­wegs! Und… (was ich übri­gens frü­her nie mit den Wech­sel­jah­ren in Ver­bin­dung gebracht habe)… ja… auch kör­per­lich kön­nen einem plötz­lich Gelenk­schmer­zen, Fro­zen Should­er oder begin­nen­de Ath­ro­se Pro­ble­me berei­ten.

Aber die Wech­sel­jah­res­be­schwer­den sind nur die eine Sei­te! Es gibt auch posi­ti­ve Aspek­te:

JA! Ich darf es fei­ern, dass ich die jah­re­lan­gen hor­mo­nel­len Her­aus­for­de­run­gen hin­ter mir las­sen darf.

JA! Es ist ein Umbruch in mei­nem Leben, an dem ich mich noch ein­mal ganz neu Hin­ter­fra­gen darf.

JA! Es ist die Zeit, wo ich auch mal müde sein und Kraft tan­ken darf!

JA! Ich darf erwar­ten, dass ande­re in die­ser Pha­se mei­nes Lebens beson­ders Rück­sicht auf mich neh­men!

JA! Ich darf mich und mei­ne Bedürf­nis­se – gera­de in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit des Wech­sels – in den Mit­tel­punkt stel­len!

JA! Ich darf JA zu mir sagen — mit allen Facet­ten, die ich habe!

Und wenn man in den Wech­sel­jah­ren ein paar Kilo zunimmt (weil sich ein­fach der Grund­um­satz in die­ser Zeit ver­rin­gert), dann kann ich auch dazu JA sagen!

Her­aus­fin­den, was einem gut­tut! Eige­ne Bedürf­nis­se erspü­ren! Alte Lei­den­schaf­ten und Hob­bies neu ent­de­cken! Sich erlau­ben, auch mal eine Aus­zeit zu brau­chen! Dafür möch­te ich da sein und indi­vi­du­ell im Coa­ching beglei­ten.

Ich bin und blei­be authen­tisch… und dazu gehört auch die­se Wei­ter­bil­dung!

JA! Ich bin AUCH Wech­sel­jah­re­be­ra­ter­in! Und das ist gut so!

Hier gehts wei­ter: Alles, was du über die Wech­sel­jah­re wis­sen musst

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