Auch heu­te Mor­gen war ich wie­der auf mei­ner Lieb­lings­spa­zier­gangs­stre­cke in Olden­burg am Hun­te Deich unter­wegs.

Ich lie­be es, neben dem Fluss zu lau­fen und mei­ne Bli­cke in die Fer­ne zu rich­ten oder über die Fel­der auf der ande­ren Sei­te des Dei­ches strei­fen zu las­sen. Sich   an der Wei­te erfreu­en und Gedan­ken schwei­fen las­sen. Ich lau­fe immer so weit, wie mei­ne Füße und mein Wohl­be­fin­den mich tra­gen.

Mal ist es ein kur­zer Spa­zier­gang, mal bin ich län­ger unter­wegs. Mal gehe ich bei Son­nen­schein, mal kom­me ich pitsch­nass wie­der zurück von mei­nem Spa­zier­gang.

Her­aus­for­de­rung

Bei mei­nem heu­ti­gen Spa­zier­gang habe ich mich mal wie­der einer Her­aus­for­de­rung gestellt. Ich bin nicht nur am Deich in Rich­tung Hun­te­brü­cke gelau­fen, son­dern woll­te heu­te auch hin­auf. Unter der Hun­te­brü­cke, qua­si direkt unter der Fahr­bahn, gibt es näm­lich einen Spa­zier- und Fahr­rad­weg, über den man von einer Sei­te der Hun­te zur ande­ren Sei­te wech­seln kann. Und man hat einen tol­len Aus­blick von dort oben.

Aber die Stu­fen, hoch zur Olden­bur­ger Hun­te­brü­cke sind schon eine Her­aus­for­de­rung. Gera­de, wenn man eini­ge Kilo mehr Kör­per­ge­wicht sein eigen nennt.

Ich habe lan­ge nicht mehr pro­biert, die Stu­fen zu erklim­men, aber heu­te war der Moment für den ers­ten Schritt. In mei­nem eige­nen Tem­po, ohne Druck, wie weit ich kom­men muss, habe ich eine Stu­fe nach der ande­ren Erklom­men. Zwi­schen­durch habe ich eine klei­ne Ver­schnaufs­pau­se ein­ge­legt, so wie ich es brauch­te. Es war nie­mand da, dem ich etwas bewei­sen muss­te. Ich habe nur auf mich, auf mei­nen Kör­per und auf mein Lauf­tem­po gehört.

Und eh ich mich ver­sah, war ich oben. Her­aus­for­de­rung geschafft! Der Aus­blick von der Brü­cke war gar nicht mehr so wich­tig, aber die Freu­de, es geschafft zu haben, beflü­gel­te mich.

Selbst­wirk­sam­keit

Es ist so wich­tig, sich immer wie­der neu­en Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len. Es tut so gut, zu spü­ren, was man selbst bewir­ken kann. Wenn man sagen kann: Her­aus­for­de­rung geschafft! Man wächst an den klei­nen und gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen, die das Leben bereit­hält. Mut macht stark. Trotz oder gera­de mit Coro­na gibt es für jeden von uns vie­le Her­aus­for­de­run­gen. Manch­mal schafft man es nicht allei­ne, aber auch Hil­fe anneh­men ist ein ers­ter, muti­ger Schritt. Und jeder Weg beginnt mit dem ers­ten Schritt!

Mut macht stark!

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Foto Aufgang der Huntebrücke in Oldenburg, viele Stufen führen zwischen den Pfeilern hoch zum Übergang